OskarMaria lebt und arbeitet in Frankfurt - hier mit Sohnemann. Wenn freie Zeit fürs Internet bleibt, dann gibt es hier neue Beiträge. Lieblingszitat: "Von den Dreien, Staat, Regierung und Ich - bin ich der stärkste. Das merkt euch!" (Ret Marut aka B. Traven im Ziegelbrenner)
Nachtrag: OskarMaria das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. "Verbrennt mich!" schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, "nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!" Schließlich floh er in die USA - dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York. Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
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Massive Attack'
Geschrieben von: CharNode
Sonntag, den 08. Dezember 2002 um 11:06 Uhr
Ganz entgegen dem aggressiv anmutenden Namen bewegen sich die meisten Stücke von Massive Attack irgendwo zwischen Downbeat und Trip Hop - Ausnahmen bestätigen die Regel. Bereits 1988 in völliger Pionierarbeit formten sich Grand Marshall, Robert del Naja und Andrew Vowles zum kreativen Kern von Massive Attack. Dennoch dauerte es ganze drei Jahre bis das Trio debutierte.
B.B. King ist einer der versiertesten und stilbildendsten Bluesmusiker überhaupt. Sein Einfluss auf besonders die jungen britischen Blues- und Rockgitarristen der 60er Jahre ist nicht zu unterschätzen. Seine Songs wie z.B. "How Blue Can You Get", "Everyday I Have The Blues" und "The Thrill Is Gone" sind längst zu Blues-Klassikern geworden. Riley B. King wurde am 16. September 1925 auf einer Baumwollplantage in Itta Bene, Mississippi, in der Nähe der Stadt Indianola, geboren. In seiner Jugend spielte er für ein paar Cents an Straßenecken, bis er 1947 mit seiner Gitarre und ein paar Dollars in der Tasche nach Memphis, Tennessee, trampte, um dort seine musikalische Karriere zu starten.
In Memphis konzentrierte sich zu der Zeit die kreative Musikszene des Südens. B.B. wohnte bei seinem Cousin Bukka White, einem der bekanntesten Interpreten des ländlichen Blues, der B.B. im Gitarrenspiel unterrichtete. B.B.'s erster Karrieresprung fand 1948 statt, als er einen Auftritt in Sonny Boy Williamsons Radioprogramm KWEM in West Memphis hatte. Aus dem "Beale Street Blues Boy" wurde "Blues Boy King", abgekürzt B.B. King.
Mitte der 50er Jahre, während eines Auftritts in Arkansas, prügelten sich zwei Männer und stießen dabei einen kerosinbetriebenen Heizofen um. Schnell stand die Kneipe in Flammen und alles stürzte voller Panik ins Freie. B.B. bemerkte, dass er seine Gitarre vergessen hatte und holte sie unter Lebensgefahr aus dem brennenden Haus. Als er erfuhr, dass der Grund für die Schlägerei eine Frau namens "Lucille" gewesen war, benannte er seine Gitarre nach ihr. Seither heißt jede seiner Gitarren "Lucille".
Bald nach seinem ersten Nr.1-Hit "Three O'Clock Blues" begann B.B. zu touren und hat bis heute nicht damit aufgehört. Mehr als 300 Konzerte pro Jahr sind keine Seltenheit. B.B. King wurde zu einem der bekanntesten Musiker der letzten 40 Jahre. Seine Spieltechnik, filigrane "Single Notes" mit pointierten, lauten Akkorden, Vibratos und "Bends" zu kombinieren, hat die Rockmusik sehr stark beeinflusst. Er vermischt traditionellen Blues, Jazz, Swing und Pop zu einem völlig neuen Sound.
Auch im Alter von mittlerweile 76 Jahren ist B.B. King immer noch aktiv. Das beste Beispiel dafür ist die neue CD "Riding With The King", die er zusammen mit seinem Bewunderer Eric Clapton aufgenommen hat.
Diskographie:
2000 Riding With The King
1997 Deuces Wild
1992 There Is Always One More Time
1989 Got My Mojo Working
1988 Six Silver Strings
1987 One Nighter Blues
1982 Love Me Tender
1981 There Must Be a Better World Somewhere
1979 Take It Home
1978 Midnight Believer
1975 Lucille Talks Back
1974 Friends
1973 To Know You Is to Love You
1972 L.A. Midnight
1970 Indianola Mississippi Seeds
1970 Back in the Alley
1969 Completely Well
1968 Lucille
1967 The Jungle
1966 9 X 9.5
1965 Live at the Regal
1965 Let Me Love You
1964 Rock Me Baby
1963 Swing Low
1960 More
1960 The Blues
1956 Singin' the Blues
Eine frühe Blues-Legende "Son House"
Geschrieben von: juke_box
Dienstag, den 05. November 2002 um 11:06 Uhr
Son House war einer der ursprünglichsten Interpreten des Delta Blues, der in den 20er Jahren in den Südstaaten seine Blütezeit hatte. Auch wenn Son House ein Zeitgenosse des legendären Delta-Blues-Interpreten Charlie Patton war, war sein Einfluß wesentlich weitreichender. Er beeinflußte Robert Johnson, Muddy Waters und später eine ganz neue Generation von Blues- und Folk-Musikern, die Son House Mitte der 60er Jahre wiederentdeckten.
Jetzt kann man sich auch bei Amazon mit mp3-Musik eindecken. Die Titel sind mit 256 kBit/s kodiert, angeblich hält das Internet-Versandhaus über fünf Millionen Stücke vorrätig. Will man einzelne Titel herunterladen, dann geht das ohne extra Software. Doch für ganze Alben muss man den Amazon-Downloader installieren. Auch hier wird der Verbraucher wieder unnötig gegängelt. Angeblich gäbe es im Moment 2000 Alben zum Einführungs-Sonderpreis für unter fünf Euro, doch im Gegensatz zu Saturn konnte der Autor keine finden, die seinem Musikgeschmack entsprechen. Selbst olle Kamellen sind deutlich teurer. Keine Ahnung wie sich die mp3-Preisgestaltung im Einzelnen gestaltet: Fast 10 Euro für ein Album, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sind ein deutlich überhöhter Preis. Da die Distribution via Internet fast nichts kostet, wird die Beute wahrscheinlich hauptsächlich zwischen Händler und Plattenfirma verteilt. Es wäre interessant zu wissen, wie viel davon bei den beteiligten Künstlern ankommt. Der Lernprozess im Musikbusiness scheint noch nicht abgeschlossen. OskarMaria, 01.04.2009
Kostprobe auf neues Album
Lhasa de Sela, musikalische Grenzgängerin zwischen Mexiko und Kanada, arbeitet an einem neuen Album. Das teilt zumindest ihre Webseite mit, die ansonsten aber kaum etwas inhaltlich zu bieten hat. Das Album soll am 21. April 2009 in Europa erscheinen, mehr Informationen dazu gibt es aber nicht. Als kleine Kostprobe wird allerdings eine Singleauskopplung angeboten, die musikalisch gesehen, Altbekanntes von der Sängerin bietet, die wir aber trotzdem unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:
Oskarmaria, 24.03.2009
Musik vom Saturn
Im Internetshop der Kaufhauskette Saturn gibt es bis Ende März Sonderangebote. Alben können für fünf Euros als mp3 ganz ohne Kopierschutz und lästige Zwangssoftware heruntergeladen werden. Der Autor hat den Download-Laden gerade mal getestet. Tatsächlich finden sich auch seltene Titel im Angebot, die es als CDs nicht mehr gibt. Man muss sich registrieren, kann dann per Kreditkarte oder per Lastschrift bezahlen. Nach der Kasse bekommt man einen Link zum Download, den man bis zu drei Mal wiederholen kann. Beim Autor gab es Schwierigkeiten. Die ersten beiden Downloads blieben alle hängen, erst beim Dritten klappte es. Die Geschwindigkeit war allerdings dürftig - immer wieder stockte das Herunterladen und setzte sich erst nach längeren Pausen wieder fort. OskarMaria, 13. März 2009
Fabchannel zieht den Stecker! Gerade erreicht mich die Mitteilung, dass Fabchannel zum 13. März 2009 aufgibt und den Stecker zieht. Das ist schade, denn ich hatte mich als Autor sehr an das Angebot der Holländer gewöhnt und einige Beiträge auf den von Fabchannel mitgeschnittenen Konzerten im Amsterdamer Paradiso aufgebaut. Bitte nutzt die Zeit noch um die drei hervorragenden Konzerte von Calexico, Iron & Wine und Rodrigo y Gabriela Euch anzuhören. Alle drei sind es wert!
Die professionell mitgeschnittenen Konzerte von Fabchannel waren wohl den Musiklabels ein Dorn im Auge. Nach Angaben von Justin Kniest von Fabchannel, hätten immer mehr Labels die Veröffentlichung verboten. So dass für Fabchannel kaum noch interessante Mitschnitte übrig blieben. Doch der Autor vernutet, dass es sicher auch andere kommerzielle Hintergründe gibt, denn Fabchannel lag kein stimmiges Geschäftsmodell zugrunde und hatte wohl auch keinen potenten Investor im Hintergrund. OskarMaria, 06.03.2009