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Wer ich bin ...

 

 

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OskarMaria lebt und arbeitet in Frankfurt - hier mit Sohnemann. Wenn freie Zeit fürs Internet bleibt, dann gibt es hier neue Beiträge. Lieblingszitat: "Von den Dreien, Staat, Regierung und Ich - bin ich der stärkste. Das merkt euch!" (Ret Marut aka B. Traven im Ziegelbrenner)


Nachtrag: OskarMaria das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. "Verbrennt mich!" schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, "nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!" Schließlich floh er in die USA - dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.

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Matthew Herbert Drucken E-Mail
Geschrieben von: CharNode   
Dienstag, den 10. Dezember 2002 um 11:06 Uhr

BodilyFunctionsEr trägt fast so viele Namen wie Norman Cook aka Fatboy Slim, ist aber wesentlich experimenteller im Bereich der elektronischen Musik tätig. Die Rede ist von Matthew Herbert, oder auch einfach Herbert, oder Radioboy, oder Doctor Rockit. Offenbar hatte Matthew Herbert (und hat)viele musikalische Ideen, die er gerne in verschiedenen Projekten umsetzt.

Eines der Highlights ist das Album Bodily Functions, in dem der Titel durchaus so zu verstehen ist. Herbert arbeitet dort viel mit Geräuschen, die man ganz leicht mit Mund, Achsel oder auch sonst irgendwie erzeugen kann. Trotz den Gedanken, die dem phantasievollen Leser durch den Kopf schweifen mögen, bleiben die Geräusche, die verwendet werden, immer im Rahmen des Gesellschaftsfähigen. Im späteren Verlauf dieses Werks gesellen sich dann doch auch herkömmliche Instrumente, wie Schlagzeug, Klavier und Kontrabass zum ungewöhnlichen Sound, der aber in jedem Fall ansprechend klingt, auch für Jazzophile.

Sein gezielter Griff in die musikalische Trickkiste verrät die lange Zeit, in der Matthew Herbert schon Musik macht. Bereits mit zarten vier Jahren begann er mehrere Instrumente, darunter auch Klavier, zu lernen. Auch die Tatsache, dass sein Vater Sound-Engineer bei BBC war, machte dem jungen Herbert den Zugriff auf moderne Geräte nicht schwerer. Herbert selbst schreibt in seiner Biographie, dass er - auch mit seinem Album Bodily Functions - das umsetzen möchte, was er auf der Universität gelernt hat, nämlich dass Performance und Musik eine Einheit bilden. Er möchte den Zuhörer durch bekannte und machbare Elemente in seiner Musik einbinden, in aktiv teilhaben lassen. Nicht zuletzt diese Erkenntnis und seine Weltoffenheint ließen ihn in mehreren Ländern, wie England, USA, Irland, Frankreich, Belgien und sogar im entfernten Australien zum echten Geheimtipp avancieren. Nach seinen ersten albumtechnischen Gehversuchen begann sich die Persönlichkeit Matthew Herbert in mehrere Projekte zu spalten.

Da waren zum Beispiel Doctor Rockit, ein Projekt in dem er versuchte, Jazz mit Electro zu verbinden. Unter dem Künstlersynonym Herbert konzentrierte er sich mehr auf hochklassigen House. Diese Verbindung und die Liebe zu den elektronischen Geräten in der Musik ließen Herbert auch immer mehr in die Rolle des DJs und des Remixers gleiten. Um seine Fans nicht zu enttäuschen, nahm er auch wieder seinen Klavierunterricht auf, mit Schwerpunkt Jazzspiel.

Aber neben der ganzen Mühe schaffte es Herbert bis 2000 auf ungefähr 300 DJGigs, bei denen er seine Fans nicht enttäuschte. Mit der Weiterentwicklung seines musikalischen Verständnisses und dem Jazz-Unterricht machte sich auch in seinen Releases eine Vertiefung des musikalischen Könnens erkennbar. Eine Entwicklung, die nicht jedem gefiel, aber dennoch die richtige Richtung war.

 
 
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KurzNews
Musik vom Amazon

Jetzt kann man sich auch bei Amazon mit mp3-Musik eindecken. Die Titel sind mit 256 kBit/s kodiert, angeblich hält das Internet-Versandhaus über fünf Millionen Stücke vorrätig. Will man einzelne Titel herunterladen, dann geht das ohne extra Software. Doch für ganze Alben muss man den Amazon-Downloader installieren. Auch hier wird der Verbraucher wieder unnötig gegängelt.
Angeblich gäbe es im Moment 2000 Alben zum Einführungs-Sonderpreis für unter fünf Euro, doch im Gegensatz zu Saturn konnte der Autor keine finden, die seinem Musikgeschmack entsprechen. Selbst olle Kamellen sind deutlich teurer.
Keine Ahnung wie sich die mp3-Preisgestaltung im Einzelnen gestaltet: Fast 10 Euro für ein Album, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sind ein deutlich überhöhter Preis. Da die Distribution via Internet fast nichts kostet, wird die Beute wahrscheinlich hauptsächlich zwischen Händler und Plattenfirma verteilt. Es wäre interessant zu wissen, wie viel davon bei den beteiligten Künstlern ankommt.
Der Lernprozess im Musikbusiness scheint noch nicht abgeschlossen.
OskarMaria, 01.04.2009


Kostprobe auf neues Album

Lhasa de Sela, musikalische Grenzgängerin zwischen Mexiko und Kanada, arbeitet an einem neuen Album. Das teilt zumindest ihre Webseite mit, die ansonsten aber kaum etwas inhaltlich zu bieten hat. Das Album soll am 21. April 2009 in Europa erscheinen, mehr Informationen dazu gibt es aber nicht. Als kleine Kostprobe wird allerdings eine Singleauskopplung angeboten, die musikalisch gesehen, Altbekanntes von der Sängerin bietet, die wir aber trotzdem unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:


Oskarmaria, 24.03.2009


Musik vom Saturn

Im Internetshop der Kaufhauskette Saturn gibt es bis Ende März Sonderangebote. Alben können für fünf Euros als mp3 ganz ohne Kopierschutz und lästige Zwangssoftware heruntergeladen werden. Der Autor hat den Download-Laden gerade mal getestet. Tatsächlich finden sich auch seltene Titel im Angebot, die es als CDs nicht mehr gibt. Man muss sich registrieren, kann dann per Kreditkarte oder per Lastschrift bezahlen. Nach der Kasse bekommt man einen Link zum Download, den man bis zu drei Mal wiederholen kann. Beim Autor gab es Schwierigkeiten. Die ersten beiden Downloads blieben alle hängen, erst beim Dritten klappte es. Die Geschwindigkeit war allerdings dürftig - immer wieder stockte das Herunterladen und setzte sich erst nach längeren Pausen wieder fort.
OskarMaria, 13. März 2009


Fabchannel zieht den Stecker!
Gerade erreicht mich die Mitteilung, dass Fabchannel zum 13. März 2009 aufgibt und den Stecker zieht. Das ist schade, denn ich hatte mich als Autor sehr an das Angebot der Holländer gewöhnt und einige Beiträge auf den von Fabchannel mitgeschnittenen Konzerten im Amsterdamer Paradiso aufgebaut. Bitte nutzt die Zeit noch um die drei hervorragenden Konzerte von Calexico, Iron & Wine und Rodrigo y Gabriela Euch anzuhören. Alle drei sind es wert!

Die professionell mitgeschnittenen Konzerte von Fabchannel waren wohl den Musiklabels ein Dorn im Auge. Nach Angaben von Justin Kniest von Fabchannel, hätten immer mehr Labels die Veröffentlichung verboten. So dass für Fabchannel kaum noch interessante Mitschnitte übrig blieben. Doch der Autor vernutet, dass es sicher auch andere kommerzielle Hintergründe gibt, denn Fabchannel lag kein stimmiges Geschäftsmodell zugrunde und hatte wohl auch keinen potenten Investor im Hintergrund.
OskarMaria,
06.03.2009


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