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StartSeite MusikThemen Technik Kopierschutz in Zeiten der Trennung Freundeskreis guter Musik09.02.2012
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OskarMarias News und Kommentare
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OskarMaria lebt und arbeitet in Frankfurt - hier mit Sohnemann. Wenn freie Zeit fürs Internet bleibt, dann gibt es hier neue Beiträge. Lieblingszitat: "Von den Dreien, Staat, Regierung und Ich - bin ich der stärkste. Das merkt euch!" (Ret Marut aka B. Traven im Ziegelbrenner)


Nachtrag: OskarMaria das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. "Verbrennt mich!" schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, "nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!" Schließlich floh er in die USA - dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.

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Kopierschutz in Zeiten der Trennung Drucken E-Mail
Geschrieben von: dYlan   
Freitag, den 03. März 2006 um 12:08 Uhr

Irgendwann musste es mal kommen. Man trennt sich von seiner langjährigen Partnerin. Ist der erste Stress überwunden, beginnt man das auseinander zu flechten, was man in Jahren der Gemeinsamkeit verwoben hatte. Dazu gehört auch die gemeinsame Musiksammlung. Doch da gibt es einige Scheiben, die jeder gerne in seinem Besitz hätte. Eigentlich alles kein Problem, denn wozu hat jeder Wald- & Wiesencomputer inzwischen einen CD-Brenner. Und auch rechtlich müsste das alles völlig legal sein, denn im familiären Bereich hat man die Erlaubnis für eine Privatkopie.

Doch unsere Unterhaltungsindustrie hat ja in letzter Zeit kaum eine Scheibe herausgebracht, die nicht kopiergeschützt ist. Und diesen Schutz auszutricksen, ist ja neuerdings verboten. Nicht dass ich von Schuldgefühlen geplagt wäre, wenn ich's trotzdem täte. Aber für solche zeitraubende Handwerkeleien fehlt mir die richtige Hackerlust. Und irgendwann mal habe ich in einer Computerzeitung gelesen, man müsse einen Aufkleber über einen Track am Rande einer CD kleben. Das fehlte noch, solch ein Risiko einzugehen und eventuell die CD samt Laufwerk zu zerstören..

Vor ein paar Tagen habe ich dann doch mit dem Kopieren einiger CDs begonnen. Die Verflossene drängelte & ich fühlte mich im Zugzwang. Also CD ins Computerlaufwerk & ExactAudioCopy (EAC) im sicheren Modus angeworfen. Das ist zur Zeit meines Erachtens das beste Kopierprogramm für Musik-CDs, dazu noch völlig kostenlos, aber alles andere als ein Hacker- oder Kopierschutzumgehungsprogramm. Zuerst zickte das CD-Laufwerk etwas, aber nachdem ich die CD noch einmal neu eingelegt hatte, kopierte mir das Programm alle gewünschten Alben ganz problemlos - egal ob mit Kopierschutz oder nicht. Gut - manchmal dauerte es etwas & man sah, dass EAC seine Fehlerkorrektur bemühte. Aber das war es dann auch.

Will sagen - wo ist denn eigentlich jener breit debattierte Kopierschutz? War das alles, was die Industrie mit großem Gedöns zuwege gebracht hat? Kann ich jetzt viele CDs  in meinem transportablen CD-Player nicht mehr abnudeln, einen Tatsache, die mich schon häufig geärgert hat. Dafür kann ich mit in jedem 08/15-CD- oder DVD-Player und einem zuverlässigen Leseprogramm jeden Schutz einfach knacken? Und kann tatsächlich EAC jede Musik-CD so einfach kopieren, obwohl es gar nicht dafür programmiert wurde?

Das muss ich dringend mal die Experten fragen. Denn überrascht hat mich die Sache schon. Und meine Verflossene hat jetzt ihre Musik. Exakte Kopien der Originale - schön mit Cover & CD-Aufkleber versehen, vom Ausgangsprodukt nicht zu unterscheiden. Dafür bleibt das Original bei mir. Denn wie sagt der Schwabe: "Brot für die Welt, aber die Wurscht bleibt da!"

dYlan

 
 
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KurzNews
Musik vom Amazon

Jetzt kann man sich auch bei Amazon mit mp3-Musik eindecken. Die Titel sind mit 256 kBit/s kodiert, angeblich hält das Internet-Versandhaus über fünf Millionen Stücke vorrätig. Will man einzelne Titel herunterladen, dann geht das ohne extra Software. Doch für ganze Alben muss man den Amazon-Downloader installieren. Auch hier wird der Verbraucher wieder unnötig gegängelt.
Angeblich gäbe es im Moment 2000 Alben zum Einführungs-Sonderpreis für unter fünf Euro, doch im Gegensatz zu Saturn konnte der Autor keine finden, die seinem Musikgeschmack entsprechen. Selbst olle Kamellen sind deutlich teurer.
Keine Ahnung wie sich die mp3-Preisgestaltung im Einzelnen gestaltet: Fast 10 Euro für ein Album, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sind ein deutlich überhöhter Preis. Da die Distribution via Internet fast nichts kostet, wird die Beute wahrscheinlich hauptsächlich zwischen Händler und Plattenfirma verteilt. Es wäre interessant zu wissen, wie viel davon bei den beteiligten Künstlern ankommt.
Der Lernprozess im Musikbusiness scheint noch nicht abgeschlossen.
OskarMaria, 01.04.2009


Kostprobe auf neues Album

Lhasa de Sela, musikalische Grenzgängerin zwischen Mexiko und Kanada, arbeitet an einem neuen Album. Das teilt zumindest ihre Webseite mit, die ansonsten aber kaum etwas inhaltlich zu bieten hat. Das Album soll am 21. April 2009 in Europa erscheinen, mehr Informationen dazu gibt es aber nicht. Als kleine Kostprobe wird allerdings eine Singleauskopplung angeboten, die musikalisch gesehen, Altbekanntes von der Sängerin bietet, die wir aber trotzdem unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:


Oskarmaria, 24.03.2009


Musik vom Saturn

Im Internetshop der Kaufhauskette Saturn gibt es bis Ende März Sonderangebote. Alben können für fünf Euros als mp3 ganz ohne Kopierschutz und lästige Zwangssoftware heruntergeladen werden. Der Autor hat den Download-Laden gerade mal getestet. Tatsächlich finden sich auch seltene Titel im Angebot, die es als CDs nicht mehr gibt. Man muss sich registrieren, kann dann per Kreditkarte oder per Lastschrift bezahlen. Nach der Kasse bekommt man einen Link zum Download, den man bis zu drei Mal wiederholen kann. Beim Autor gab es Schwierigkeiten. Die ersten beiden Downloads blieben alle hängen, erst beim Dritten klappte es. Die Geschwindigkeit war allerdings dürftig - immer wieder stockte das Herunterladen und setzte sich erst nach längeren Pausen wieder fort.
OskarMaria, 13. März 2009


Fabchannel zieht den Stecker!
Gerade erreicht mich die Mitteilung, dass Fabchannel zum 13. März 2009 aufgibt und den Stecker zieht. Das ist schade, denn ich hatte mich als Autor sehr an das Angebot der Holländer gewöhnt und einige Beiträge auf den von Fabchannel mitgeschnittenen Konzerten im Amsterdamer Paradiso aufgebaut. Bitte nutzt die Zeit noch um die drei hervorragenden Konzerte von Calexico, Iron & Wine und Rodrigo y Gabriela Euch anzuhören. Alle drei sind es wert!

Die professionell mitgeschnittenen Konzerte von Fabchannel waren wohl den Musiklabels ein Dorn im Auge. Nach Angaben von Justin Kniest von Fabchannel, hätten immer mehr Labels die Veröffentlichung verboten. So dass für Fabchannel kaum noch interessante Mitschnitte übrig blieben. Doch der Autor vernutet, dass es sicher auch andere kommerzielle Hintergründe gibt, denn Fabchannel lag kein stimmiges Geschäftsmodell zugrunde und hatte wohl auch keinen potenten Investor im Hintergrund.
OskarMaria,
06.03.2009


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